Gedenkstätte für die Gefallenen aus den Kriegen 1870/71 - 1914/1918 - 1939/45
auf dem Schaumberg in Tholey, Deutsch - Französische Begegnungsstätte - 1964
Presseartikel Werkstatt:Entwicklungsphasen  
Erläuterung zum Mahnmal für den Frieden.
Den Toten zum Gedenken
den Lebenden zur Mahnung.
Diese Gestaltung ist Ausdruck des absurden eines jeden Krieges, ein Symbol der Verstrickung der Völker, des Schicksalhaften und der Ausweglosigkeit.
Die bis zur Unkenntlichkeit verfremdeten menschlichen Körper bilden ein großes Netzwerk,das den Menschen in sich gefangen hält, aus dem es kein Ausbrechen gibt. Tot, Not und Verzweiflung gehen von dieser Gestaltung aus.
Die optische Zweiteilung des Altares ist sinngebend für die beiden Völker Deutschland und Frankreich, die sich zu einem geschlossenen Block zusammen- finden, verstärkt durch das Band der Freundschaft und der Brüderlichkeit mit der Aufschrift " Suchet den Frieden "
Eine weitere Komponente zur künstlerischen Gesamtkonzeption bilden letztlich die dem Altar vorgelagerten, beweglichen Bronzeschranken.
Diese erfüllen drei Aufgaben:
1.) Sie dienen als Blickfang und Hinführung zur zentralen Gedächtnisstätte.
2.) Sie haben eine trennende Funktion, d. h. durch diese Schranken wird der
     Sakralbereich deutlich vom profanen Umfeld abgegrenzt
3.) Diese Schranken sind Träger einer künstlerischen Gestaltung, bezogen
4.) auf die Deutsch - Französische -Freundschaft, in dem Hände und Köpfe
     in einem stark horizontalen Bewegungsfluß aufeinander zueilen,
     ein Symbol zur Freundschaft und zum Frieden mit allen Völkern.
 
Richard Hoffmann